Alle Beiträge von Markus Gärtner

Hilfe zu Agilem Testen

Ende 2007 beschäftigte ich mich zum ersten mal mit Design Patterns und kurz danach auch mit agiler Softwareentwicklung. Über einige Monate hinweg ließ mich dabei ein Gedanke nicht mehr los: Wenn agile Softwareentwicklung bedeutet, dass alle 2-6 Wochen eine lauffähige Softwareversion ausgeliefert wird, wie kann ein Tester da standhalten mit der Entwicklungsgeschwindigkeit? Ich meine, wie schafft man das? Das ist doch unmöglich.

Zum Glück stolperte ich Anfang 2008 über einige Word-Dateien im Internet, die mir bei der Beantwortung der Fragen helfen konnten. Ich verschlung die Draft-Kapitel für ein neues Buch regelrecht und konnte es kaum erwarten, das nächste Kapitel zu lesen. Den Autorinnen schickte ich währenddessen stets Mails mit meinen Anmerkungen und Korrekturen, damit daraus ein noch besseres Buch werden konnte. Als ich ein Jahr später das erste Mal das ganze Werk in den Händen hielt, hatte ich bereits etliches von den Praktiken und Techniken in die Tat umgesetzt und in meiner Testgruppe etabliert.

Insider wissen an dieser Stelle bereits, dass es sich um kein anderes Werk als Agile Testing – A practical guide for testers and agile teams handelt. Zugegebenermaßen ist es ein sehr umfangreiches Buch mit über 500 Seiten geballter praktischer Anleitung – nicht zum Testen in agilen Projekten, sondern zu den Softskills. Lisa Crispin und Janet Gregory geben eine praktische Einführung und Orientierung für alle, die wie damals ich die große Frage haben: „Wie soll das denn alles in dieser unglaublich kurzen Zeit gehen?“

Meine Kollegin Meike Mertsch sucht nach Unterstützung, um dieses Buch ins Deutsche zu übersetzen. Dabei geht es weniger, um Übersetzungshilfe, sondern um Interesse am Buch. Wenn Sie also ein Tester in einem agilen Projekt sind, dessen Interesse ich jetzt geweckt habe, wenn Sie ein Testgruppenleiter sind, der seinen Testern praktische Hilfestellung an die Hand geben will, wenn Sie ein Entwickler in einem agilen Projekt sind, und nicht wissen, wie Sie Ihre Tester noch näher an die Entwicklung bringen können, dann wird sich Meike sicherlich darüber freuen, wenn Sie ihr einen Hinweis hinterlassen, wie eine deutsche Version von Agile Testing für Sie nützlich sein könnte.

Warum wir Deutschen im agilen Testen versagen

Seit einiger Zeit wächst in mir die Erkenntnis, dass irgendwas grundlegend schief läuft beim Testen in agilen Projekten in Deutschland. In meinen Augen gibt es einige fundamentale Mißverständnisse, wenn es um agile Softwareentwicklung im Speziellen, aber auch wenn es um Softwaretesten im Allgemeinen geht. Dieser Blogeintrag soll einen Startschuss dazu geben, diesen Zustand zu ändern – ohne Anspruch auf Vollständigkeit der Dysfunktionen rund um agiles Testen in Deutschland zu erheben. Und ja, es gibt auch einige Positivbeispiele, die ich auf meinen Reisen quer durch die Republik gesehen habe.

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Pareto Continuous Integration – Das echte Problem

Gestern habe ich über verschiedene Techniken in der agilen Softwareentwicklung gebloggt. Dabei fiel mir erst am Ende auf, dass ich einen wesentlichen Punkt vergessen habe: Wieso sollte ich mich nicht mit 80% durchlaufenden Tests zufrieden geben?

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Pareto Continuous Integration

Könnt Ihr unser Projekt auch so einrichten, dass der Build erst bei 80% fehlschlagenden Tests fehlschlägt?

Kürzlich fand ich mich mit dieser Frage konfrontiert. Bei aller Liebe musste ich mich kurz daran erinnern, dass es sicherlich einen gerechtfertigten Grund für diese Reaktion auf die kürzlichen Buildergebnisse gab. Alles in allem machte das aber nicht so wirklich Sinn für mich. Hierzu würde ich gerne eine etwas längere Erklärung geben.

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Arbeiten „by the book“

Bei der it-agile arbeiten wir stetig daran, unser Wissen zu verbreitern und im Dialog mit Kollegen zu vertiefen. Zum Verbreitern gehört dabei für uns, dass wir uns externe Berater einladen, mit denen wir Themen wie Advanced TDD oder Management diskutieren. Im Nachgang zu einem kürzlichen Termin uferte unsere Diskussion dazu etwas aus.

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Abschlussinterview vom Start-Up March

Im letzten Monat haben sich einige unserer Kollegen zurückgezogen und mit Hilfe von Lean Startup neue Ideen ausprobiert, und diese nach und nach auf die Straße, bzw. ins Web gebracht. Nachdem ich sie eingangs und in der Mitte zu ihren Erfahrungen interviewt habe, folgt heute nun das Abschlussinterview. Wir scheinen ein paar Kollegen im März verloren zu haben. Zumindest haben sich nur zwei bei mir gemeldet. Die Einsichten sind aber umso spannender.

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Halbzeit beim Lean Startup-March bei it-agile

Eine kleine Schar von Kollegen verfolgt in diesem Monat eine Idee: Einen Monat lang Slack und Urlaub investieren, um etwas über innovative Produkte und die Lean StartUp Methode zu lernen. Vor zwei Wochen hatte ich die Kollegen bereits zum Einstieg und den Erwartungen interviewt. Nach nun rund zwei Wochen der angestrengten StartUp-Arbeit habe ich sie nochmals zu den bisherigen Erkenntnissen interviewen können.

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Lean Startup-March bei it-agile

Bei der it-agile arbeiten wir viel mit Experimenten, um daraus mehr zu lernen. Neben dem Slack-Modell probieren wir immer wieder neuen Dinge aus. In diesem Jahr haben sich ein paar unserer Kollegen etwas ganz besonderes ausgedacht: den Startup-March. Ein Experiment, das über einen vollen Monat – nämlich den gesamten März – dauern soll, und in dem wir etwas neues lernen wollen. Ich nutzte die Gelegenheit, fünf der sieben teilnehmenden Kollegen vorab zu ihren Erwartungen und Hoffnungen zu interviewen.

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Termine in 2012

Hier sind ein paar Termine, die ich für 2012 eingeplant habe. Falls sich die Gelegenheit ergibt, freue ich mich immer, neue Leute kennenzulernen.

Uff. Eine ganz schöne Liste. Ein paar fehlen noch, aber da warte ich erstmal ab, ob meine Einreichungen auch in das Programm aufgenommen werden.

Irgendwann mittendrin wird wohl auch mein Buch „ATDD by Example“ erscheinen. Wie ich gestern herausfand, datiert Amazon.com den Erscheinungstermin auf den 9. Juni. Ich bin da allerdings noch skeptisch.

Zusammenfassung zweier Softwerkskammer-Treffen

Im Januar habe ich an zwei Treffen der Software Craftsmanship Bewegung in Deutschland – der Softwerkskammer – teilgenommen. In Münster stand am 14.1.2012 das erste Treffen des SoCraMOB – der Gruppe im Städtedreieck Münster, Osnabrück und Bielefeld – an. Diese treffen sich am jeweils zweiten Samstag im Quartal für einen kompletten Tag. Am 17.1.2012 stand in Hamburg das 4. Treffen an. Hier sind meine Gedanken zu beiden Treffen.

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