Woher kommen die Daten in der Corona-App?

Mich erhielt gestern mal wieder eine E-Mail, die eigentlich nicht für mich bestimmt war:

[W]äre es Ihnen möglich einmal einen Bericht/ Video darüber zu machen wo die Daten für die Corona-App herkommen und wie man daraus ableitet, ob jemand infiziert ist oder nicht.

Nach einem Hinweis an den Absender erlaube ich mir hier trotzdem einmal, mein vermutetes Wissen über die App weiterzugeben. Ich bin Softwareentwickler und -Berater, habe selber nie Apps entwickelt, aber glaube, dass ich ein wenig Licht einbringen kann basierend auf den Informationen, die zu der App mitgeliefert werden. Für Detailfragen wenden Sie sich bitte an das Robert Koch-Institut (RKI) direkt. Ich bin mir sicher, dass die Ihnen viel kompetenter weiterhelfen können als meine Vermutungen hier.

Vielen Dank für Ihren Beitrag

Hallo,

ich bin Markus Gärtner und damit keine Verwechslungen auftreten, füge ich mal ein Bild von mir ein:

Wenn ich Ihnen den Link auf diesen Blogeintrag zugesandt habe, dann sind Sie ein weiterer Datenpunkt zu meiner Hypothese, dass Menschen, die Content im Internet konsumieren, bei dem der Autor behauptet, er habe das recherchiert die eigenen Recherche-Fähigkeiten verlieren.

Bis jetzt haben mich (wird laufend aktualisiert):

  • 52 E-Mails
  • 9 Telefonanrufe
  • 5 Briefe

erreicht, die irgendetwas von mir wollten, von dem ich nichts wusste.

Diese Datenerhebung ist natürllich nicht-repräsentativ und ich bin mir vollends bewusst, dass ich mich in meiner eigenen Filterblase bewege.

Warum nehme ich nicht einfach meine Adressdaten aus dem Internet? Das ist ganz einfach. Ich bin selber Buchautor (Amazon hat es vor Jahren mit zustande gebracht, Bücher, die ich nicht geschrieben habe, auf meinem Profil zu listen) und in der Beratung tätig. Aus persönlichen und beruflichen Gründen ist es deshalb vorteilhaft für mich, wenn man mich im Internet findet und aus dem Grund werde ich an meiner Datenhandhabung vorerst nichts ändern.

Da ich bereits entsprechende Vorerfahrungen gesammelt habe, nochmal für die ganz langsamen zum Mitschreiben: Ja, ich bin Markus Gärtner, und nein, wie man auf meinem Foto sehen kann, habe ich wesentlich mehr Haare auf dem Kopf als Ihr verehrter YouTube-Star und/oder Buchautor. Falls Sie sich deshalb also wundern, weshalb Ihr vermeintlich relevantes Zeug nicht veröffentlicht wird oder auf Basis Ihrer E-Mail nichts passiert, dann liegt das daran, dass sie unfähig sind, die richtige Person im Internet ausfindig zu machen und ich würde Ihnen den Internetführerschein entziehen, wenn es sowas gäbe und ich Autorität dafür hätte.

Viele Grüße

Markus Gärtner

P.S.: Noch ein Standard-Disclaimer, der nicht unbedingt mit Ihrer Nachricht zu tun haben muss. Sämtliches mir suspekt vorkommende Material bringe ich bei der Polizei zur Anzeige.