Alle Beiträge von Markus Gärtner

Woher kommen die Daten in der Corona-App?

Mich erhielt gestern mal wieder eine E-Mail, die eigentlich nicht für mich bestimmt war:

[W]äre es Ihnen möglich einmal einen Bericht/ Video darüber zu machen wo die Daten für die Corona-App herkommen und wie man daraus ableitet, ob jemand infiziert ist oder nicht.

Nach einem Hinweis an den Absender erlaube ich mir hier trotzdem einmal, mein vermutetes Wissen über die App weiterzugeben. Ich bin Softwareentwickler und -Berater, habe selber nie Apps entwickelt, aber glaube, dass ich ein wenig Licht einbringen kann basierend auf den Informationen, die zu der App mitgeliefert werden. Für Detailfragen wenden Sie sich bitte an das Robert Koch-Institut (RKI) direkt. Ich bin mir sicher, dass die Ihnen viel kompetenter weiterhelfen können als meine Vermutungen hier.

Vielen Dank für Ihren Beitrag

Hallo,

ich bin Markus Gärtner und damit keine Verwechslungen auftreten, füge ich mal ein Bild von mir ein:

Wenn ich Ihnen den Link auf diesen Blogeintrag zugesandt habe, dann sind Sie ein weiterer Datenpunkt zu meiner Hypothese, dass Menschen, die Content im Internet konsumieren, bei dem der Autor behauptet, er habe das recherchiert die eigenen Recherche-Fähigkeiten verlieren.

Bis jetzt haben mich (wird laufend aktualisiert):

  • 70 E-Mails
  • 10 Telefonanrufe
  • 5 Briefe

erreicht, die irgendetwas von mir wollten, von dem ich nichts wusste.

Diese Datenerhebung ist natürllich nicht-repräsentativ und ich bin mir vollends bewusst, dass ich mich in meiner eigenen Filterblase bewege.

Warum nehme ich nicht einfach meine Adressdaten aus dem Internet? Das ist ganz einfach. Ich bin selber Buchautor (Amazon hat es vor Jahren mit zustande gebracht, Bücher, die ich nicht geschrieben habe, auf meinem Profil zu listen) und in der Beratung tätig. Aus persönlichen und beruflichen Gründen ist es deshalb vorteilhaft für mich, wenn man mich im Internet findet und aus dem Grund werde ich an meiner Datenhandhabung vorerst nichts ändern.

Da ich bereits entsprechende Vorerfahrungen gesammelt habe, nochmal für die ganz langsamen zum Mitschreiben: Ja, ich bin Markus Gärtner, und nein, wie man auf meinem Foto sehen kann, habe ich wesentlich mehr Haare auf dem Kopf als Ihr verehrter YouTube-Star und/oder Buchautor. Falls Sie sich deshalb also wundern, weshalb Ihr vermeintlich relevantes Zeug nicht veröffentlicht wird oder auf Basis Ihrer E-Mail nichts passiert, dann liegt das daran, dass sie unfähig sind, die richtige Person im Internet ausfindig zu machen und ich würde Ihnen den Internetführerschein entziehen, wenn es sowas gäbe und ich Autorität dafür hätte.

Viele Grüße

Markus Gärtner

P.S.: Noch ein Standard-Disclaimer, der nicht unbedingt mit Ihrer Nachricht zu tun haben muss. Sämtliches mir suspekt vorkommende Material bringe ich bei der Polizei zur Anzeige.

Sicherheitssysteme vernetzen – ein offener Brief

In den letzten Wochen habe ich immer wieder in den Nachrichten darüber gelesen, dass unsere Sicherheitssysteme – also die Computersysteme der Polizei in den einzelnen Bundesländern – untereinander keinen Datenaustausch betreiben. Das passiert wohl auch nur dürftig auf europäischer Ebene. Zum einen verwundert mich das, zum anderen möchte ich vermeiden, dass wir dort den gleichen Fehler begehen, den andere bereits gemacht haben. Daher habe ich mich dazu entschlossen, einen offenen Brief an unsere Regierung zu schreiben.

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Lessons Learned aus #breitscheidplatz

Das Datum hätte mit der zeitgleichen Wahl des Electoral College in den USA vermutlich nicht bedeutender liegen können. Am 19. Dezember 2016 ereigneten sich an einem Berliner Weihnachtsmarkt schreckliche Szenen, als ein Lastwagen in selbigen hineinraste. In diesem Blogeintrag möchte ich gar nicht so sehr auf die Meldungen rund um die schrecklichen Ereignisse auf dem Berliner Weihnachtsmarkt eingehen. Viel mehr möchte ich hier teilen, was ich rund um die Berichterstattung rund um diese Ereignisse gelernt habe, wie ich damit umgegangen bin und wo meiner Meinung das Problem in der heutigen Verwendung von Medien liegt.

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Lügenpresse vs. Lügenfresse

Vor einiger Zeit bekam ich eine Anfrage zu einer Schulpräsentation zum Thema „Lügenpresse“ und wie der Begriff entstanden sei. Ich war etwas verwirrt, aber habe der Dame meine Sichtweise dazu geläutert. Vor zwei Wochen sagte mir ein Kunde, dass er vor dem Workshop bei ihm meinen Namen bei Amazon gesucht habe und da seltsame Ergebnisse gefunden habe. Er wollte erst davon absehen, mich einzuladen, hatte dann aber korrekterweise geschlussfolgert, dass das dortige Buch nicht von mir stammte. Jeder, der da Zweifel hat, kann auf meiner persönlichen Autorenseite einen Überblick über die von mir geschriebenen Bücher erhalten.

Meine damalige Antwort war relativ kurz. Da ich allerdings bereits seit einiger Zeit mit dem Gedanken spiele, auch politische Ansichten zu den Geschehnissen in Deutschland auf meinem Blog zu teilen, dachte ich mir, dass ich dazu den Anlass jetzt mal nehmen kann, um meinen Blog umzufunktionieren und mit dem Begriff Lügenpresse anzufangen.

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State of Testing 2016 – Meine Sicht

Ich habe schon lange nicht mehr hier gebloggt und normalerweise promote ich nur ungern Inhalte von anderen Leuten, um meinen Blog persönlich und auf meine persönlichen Sichtweisen fokussiert zu halten. Kürzlich wurde ich allerdings kontaktiert, ob ich einen Blogeintrag über den International 2016 State of Testing Report schreiben könne. Nachdem ich nachgefragt habe, ob es ok ist, dass ich meine persönliche Sicht auf die Daten veröffentliche, mache ich davon hier mal eine Ausnahme – auch weil ich die Autoren und Involvierten bereits persönlich kennenlernen durfte und viel von ihrer Arbeit halte. Im Kern ist das hier eine Übersetzung meines englischen Beitrags. Ich werde hier allerdings vermehrt ein paar meiner Sichtweisen zum Stand des Softwaretestens einfließen lassen.

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Prinzipien von skalierter Agilität: Globale Optimierung

Seit dem letzten Global Scrum Gathering habe ich zusammen mit einer Reihe von Scrumtrainern an Prinzipien zur Skalierung von Agilität gearbeitet. Mittlerweile sind wir so weit, dass wir unsere Ergebnisse weitertragen möchten. In diesem Blogeintrag werde ich unsere Gedanken bezüglich globaler Optimierung näher betrachten. Stefan Roock hat sich bereits mit Begeisterten Kunden auseinandergesetzt. Andreas Schliep hat den Teil zu zufriedenen Mitarbeitern diskutiert.

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Agiles Testen, was ist das? Und wie geht das?

Von Zeit zu Zeit bekomme ich immer mal wieder Anfragen von Kollegen, dass ich irgendwem mal Informationen zu agilem Testen weiterleiten soll. Heute habe ich mal wieder so eine Antwort geschrieben, und dachte mir, dass ich beim nächsten Mal einfacher noch einfach auf einen Blogeintrag von mir verweisen könnte, den ich ja dann auch regelmäßig aktuell halten kann.

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ATDD in der Praxis

Im vergangenen Jahr habe ich mein Buch ATDD by Example – A Practical Guide to Acceptance Test-Driven Development veröffentlicht. Parallel dazu habe ich aber auch an einer deutschen Übersetzung mitgewirkt. Nun ja, ich habe selber nicht wirklich meinen eigenen Text übersetzt (wer kennt nicht das Don’t Repeat Yourself Prinzip?), dafür habe ich aber einige Dinge aktualisiert. Laut Amazon.de soll nun in dieser Woche die deutsche Übersetzung erhältlich sein. Für mich Grund genug, um das Vorwort zur deutschen Ausgabe endlich zu schreiben, zu dem ich bis zur Drucklegung leider nicht mehr gekommen war.

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Metriken und wofür sie gut sein können

Es gibt einige Literatur, die ich als Standard für objekt-orientierte Softwareentwicklung betrachte. Für einen Kunden habe ich heute ein paar Erkenntnisse zu Metriken zusammengefasst mit Hinweisen auf weiterführende Literatur, die ich der breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchte. Wie bei allen Metriken gilt für mich auch hier, dass Metriken nicht als KPIs als extrinsische Motivation vorgegeben werden sollten, sondern jedes Team sich seine Metriken anhand von auftretenden Problemen selbst wählen sollte – intrinsisch motiviert.

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